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Tour 4 - Schönheit des Nordostens

Städte und Gemeinden entlang der Tour:
Gispersleben – Kühnhausen – Elxleben – Nöda – Stotternheim – Schwerborn – Kerspleben – Vieselbach – Azmannsdorf.
Highlights:
Erfurter Seen, Lutherstein, Stadtpanorama vom Ringelberg.
Streckencharakter:
Länge ca. 44,2 km, insgesamt ca. 202 Höhenmeter, Dauer ca. 2:56 h.
Geringe Höhenunterschiede. Meist auf gut befestigten Radwegen, unbefestigter Feldweg entlang der Kiesseen nach Nöda.
Routenverlauf:   R1 - S2 - R2
Startpunkt:           Erfurter Rathaus, Fischmarkt
Zwischenstopp:    Badestelle Alperstädter See
Zwischenstopp:    Lutherstein bei Stotternheim
Zwischenstopp:    Ringelberg mit Panoramablick
Zielpunkt:             Erfurter Rathaus, Fischmarkt
An-/Abreise:
Start- und Zielpunkt ist das Erfurter Rathaus. Richtung Gispersleben verkehren die Straßenbahnlinien 1 und 3 bis „Europaplatz“. Azmannsdorf erreicht man mit der Straßenbahnlinie 2 (Ausstieg Marcel-Breuer-Ring).

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Auf dieser Tour erleben wir den Geraradweg auf einem seiner schönsten Strecken durch das zukünftige BUGA-Gelände, die Weite der Landschaft im Erfurter Norden, die biologische Vielfalt entlang der Kiesseen, schöne Ortsteile von Erfurt und wunderbare Blicke auf Erfurt.

Wir starten auf dem Fischmarkt. Über den Benediktsplatz folgen wir der Ausschilderung Geraradweg. Nach der Michaelisstraße erreichen wir bald das innerstädtische Geraufer. Dem Geraradweg folgen wir über das zukünftige BUGA-Gelände bis Gispersleben.

Das Gebiet war vor 6.000 Jahren schon besiedelt. 2002 wurde hier das älteste Dorf Thüringens als Siedlung der Bernburger Kultur aus der Zeit 3.000 v. C. in der Nähe der heutigen Siedlung gefunden.1143 wurde der Ort erstmalig erwähnt. Seit 1593 ist Gispersleben der Stadt Erfurt unterstellt und wurde 1950 eingemeindet. Die beiden evangelischen Dorfkirchen St. Viti (erbaut 1571, 1853 letztmalig umgebaut) und die Kilianskirche (1733 erbaut und 1833 letztmalig verändert) sind eine Pause und Besichtigung wert.

Wir folgen weiter dem Geraradweg Richtung Kühnhausen. Dabei unterqueren wir die A73 und fahren am größten Buchhändler Deutschlands (KNV) vorbei.

Kühnhausen (1141 erste Erwähnung) hatte eine wechselvolle Geschichte. 1516 in den Besitz von Erfurt gelangt, gehörte es zeitweise zu Preußen, zum französischen Fürstentum Erfurt, danach zur Provinz Sachsen und zum Landkreis Erfurt, ehe es 1994 in die Stadt eingemeindet wurde. Sehenswert ist die Ev. Kirche Porta Coeli (Himmelspforte) eine Saalkirche, die von 1711 bis 1713 erbaut wurde.

Wir lassen Kühnhausen links liegen und bleiben weiter auf dem Geraradweg. Auf Höhe von Elxleben verlassen wir den Geraradweg und biegen rechts auf einen asphaltierten Weg ab. Dabei überqueren wir die Gera und nach ca. 500 Metern die Bahnstrecke nach Nordhausen.

Elxleben wurde einer Legende zufolge schon in den Unterlagen aus der Zeit Karls des Großen (747 – 814) erwähnt. Die erste urkundliche Erwähnung datiert aus 973. Im Jahre 1369 wurde der Ort von Erfurt gekauft und durchlebte danach die gleiche wechselvolle Geschichte wie Kühnhausen. Es gehört heute zum Landkreis Sömmerda.

Auf nicht mehr so gutem Feldweg geht es an den der Natur überlassenen ehemaligen Kiesseen vorbei, die zu einer Rast und Beobachtung der vielfältigen Fauna und Flora einladen. Am Ende des Feldweges erreichen wir die Straße, auf die wir in Richtung Nöda (links) abbiegen. Nach ca. 600 Metern nehmen wir den ersten Weg rechts nach Nöda, erreichen dort im Ort die Landstraße nach Riethnordhausen, auf der wir in Richtung Norden nach links abbiegen, um nach ca. 200 Metern auf den sehr gut ausgebauten Radweg Richtung Alperstädter See einzubiegen. Wir erreichen den See an der Badestelle, die bei gutem Wetter zu einer Rast und einem Sprung in den See einlädt. Danach folgen wir dem Radweg Richtung Stotternheim, der im Ort teilweise auf dem Bürgersteig verläuft.

Stotternheim wurde 1088 erstmalig erwähnt und 1269 von der Stadt Erfurt übernommen, da von diesem Ort mehrfach „Raubritter“ ausgingen. Damit war Stotternheim das erste von Erfurt übernommene Dorf. Die Herren von Stotternheim zogen nach Erfurt und stellten eine Reihe herausragender Persönlichkeiten in der Erfurter Geschichte, darunter Ratsmeister und Rektoren der Erfurter Universität. Der Ort wurde ähnlich wie Kühnhausen mehrfach verschiedenen Landesherren zugeschlagen. Bis 1945 verlief die thüringisch-preußische Landesgrenze zwischen Stotternheim und Erfurt. Seit 1994 ist Stotternheim ein Ortsteil von Erfurt.

Am Eiskaffee Schneemilch biegen wir links in die Straße zum Stotternheimer See und anschließen in den Luthersteinweg. Auf dem Weg zum Lutherstein können wir bei schönem Wetter links im Klingesee baden. Wir folgen dem Weg bis zum Lutherstein, an dem der Historie nach Luther am 2. Juli 1505 bei einem heftigen Gewitter schwor, Mönch zu werden. Der Gedenkstein als locus genii des Beginns der Reformation lädt zu einer besinnlichen Rast ein.

Anschließen fahren wir Richtung Süden an der Deponie mit dem Tierheim vorbei nach Schwerborn.

Schwerborn wurde 876 erstmalig erwähnt, hat aber Besiedlungsnachweise seit etwa 4.000 Jahren. Der Name verweist auf das Siedlungsgebiet der germanischen Stämme der Sueben. Die spätgotische Kirche St. Lukas ist in ihren Ursprüngen von 1614.

In Schwerborn biegen wir auf die Ilversgehofener Straße Richtung Erfurt um nach ca. 400 Metern auf einen asphaltierten Wirtschaftsweg nach Südosten abzubiegen. Nach einem kurzen Anstieg bietet sich ein grandioser Blick auf Erfurt. Die kurze Abfahrt endet in einer scharfen Linkskurve. Nach ca. 400 Metern folgen wir dem Weg Richtung Kerspleben. Dem gut ausgebauten Feldweg folgen wir bis nach Kerspleben.

Kerspleben wurde 1104 erstmalig erwähnt, dürfte aber schon lange vorher besiedelt sei. Der fruchtbare Ackerboden sicherte den Bauern beim Waidanbau ein gutes Auskommen. Die Lage an der via regia half auch dem Ort. 1343 gehörte der Ort wie die meisten um Erfurt zur Stadt Erfurt. Die wechselvolle Geschichte sorgte auch hier für vielfältigen Herrscherwechsel. Seit 1994 ist Kerspleben nach Erfurt eingemeindet.

Im Ort überqueren wir den Dorfplatz, der mit seiner Größe beeindruckt, genauso wie die gut restaurierte evangelische Dorfkirche von 1456. Auf der gegenüberliegen Seite des Platzes fahren wir auf dem Radweg nach Vieselbach.

Dabei überqueren wir die Neubautrasse für den ICE nach Berlin.

Vor der Brücke biegt ein sehr gut befahrbarer aber nicht öffentlich gewidmeter Weg parallel zur ICE-Strecke Richtung Azmannsdorf ab, der aus diesem Grund nicht empfohlen werden darf.

In Vieselbach erreichen wir den Städtekette-Radweg auf dem wir durch Azmansdorf nach Erfurt fahren.

Der Ort wurde 876 erstmalig urkundlich erwähnt. Funde aus der Bronzezeit belegen eine schon wesentlich längere Siedlungsgeschichte. Die Zuordnung zu verschiedenen Herrschern war wie bei den anderen Ortsteilen von Erfurt sehr wechselvoll. Seit 1994 ist auch Azmanndorf in Erfurt eingemeindet. Die 1769 erbaute barocke Chorturmkirche St. Cyriakus lohnt einen Abstecher.

Hinter Azmannsdorf, auf Höhe des Ringelberges liegt Erfurt in seiner ganzen Pracht wieder vor uns. Das neue Wohngebiet Ringelberg ist durch die Straßenbahn hervorragend erschlossen. Müden Radlern kann die Weiterfahrt mit der Straßenbahn (Linie 2) angeboten werden.

Nun geht es vorbei an Kleingartenanlagen durch die Erfurter Oststadt mit ihrem Gründerzeitgürtel zurück zum Fischmarkt.

 

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