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Tour 3 - Stadt, Dorf, Steiger

Städte und Gemeinden entlang der Tour:
Azmannsdorf – Vieselbach – Büßleben – Urbich – Niedernissa – Windischholzhausen - Egstedt.
Highlights:
Größtes Umspannwerk Thüringens auf dem Weg nach Vieselbach, barocke Chorturmkirche St. Cyriakus in Azmannsdorf und spätgotische St. Petri Kirche in Büßleben, Wilrodaer Forsthaus, Erfurter Steigerwald.
Streckencharakter:
Länge ca. 33,7 km, insgesamt ca. 359 Höhenmeter, Dauer ca. 2:14 h. 
Längerer Anstieg bis zum Steiger (Straßenbahnnutzung möglich). Auf Rad-, Feld- und Waldwegen.
Routenverlauf:     R2 - S3a/b - R3
Startpunkt:             Erfurter Rathaus, Fischmarkt
Zwischenstopp:     Barocke Chorturmkirche St. Cyriakus, Azmannsdorf
Zwischenstopp:     Orgel der mittelalterlichen St. Petri Kirche, Büßleben
Zwischenstopp:     Wilrodaer Forsthaus
Zielpunkt:               Erfurter Rathaus, Fischmarkt
An-/Abreise:
Start- und Zielpunkt ist das Erfurter Rathaus. Die An- und Abreise von und zum Fischmarkt ist mit den Straßenbahnlinien 2, 3, 4 und 6 möglich.

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Auf dieser sportlichen Tour lernen wir den Erfurter Südosten und den Steigerwald kennen.

Wir starten auf dem Fischmarkt. Dem ausgeschilderten Radweg der Städtekette nach Azmannsdorf und Weimar folgen wir über die Rathausbrücke. Nach dem mittelalterlichen Fischmarkt und Wenigemarkt kreuzen wir den Juri-Gagarin-Ring mit seinen Plattenbauten aus DDR Zeit. Über den Leipziger Platz kommen wir in die Oststadt mit ihren Bauten aus der Gründerzeit. Immer den ausgeschilderten Radwegweisern folgend, lassen wir rechts das Gewerbegebiet Kalkreise liegen und fahren durch eine typische Erfurter Kleingartenanlage. Der weitere Weg führt uns am links liegenden neuen Wohngebiet Ringelberg vorbei nach Azmannsdorf. Auf diesem Weg haben wir einen tollen Blick über Felder auf den Erfurter Steigerwald.

Atzmannsdorf wurde 876 erstmalig urkundlich erwähnt. Funde aus der Bronzezeit belegen eine schon wesentlich längere Siedlungsgeschichte. Die Zuordnung zu verschiedenen Herrschern war wie bei den anderen Ortsteilen von Erfurt sehr wechselvoll. Seit 1994 ist auch Azmanndorf in Erfurt eingemeindet. Die 1769 erbaute barocke Chorturmkirche St. Cyriakus lohnt einen Abstecher.

Durch Azmannsdorf gelangen wir Richtung Vieselbach. Auf dem Weg nach Vieselbach beeindrucken links die Masten und technischen Anlagen des größten Strom-Umspannwerkes in Thüringen.

Nach etwa neun Kilometer in Vieselbach angekommen biegen wir am Ortseingang in die Brückenstraße nach rechts ein. Diese führt am Ortsende unter dem beindruckenden Bahnviadukt durch. Nach kurzem Anstieg wechseln wir auf Höhe des Vieselbacher Bahnhofs auf den begleitenden Radweg.

Vieselbach wurde 1193 erstmalig erwähnt, gelang 1334 zu Erfurt und erfuhr wie die meisten Orte um Erfurt im Laufe der Zeit einen vielfältigen Herrscherwechsel. 1847 erfolgte der Anschluss an das Eisenbahnnetz und der Bau des heute noch imposanten Viadukts für die Bahn. 1994 wurde Vieselbach nach Erfurt eingemeindet. Sehenswert sind in Vieselbach neben dem Eisenbahnviadukt die ev. Heiligkreuzkirche von 1894 und das Kriegerdenkmal von 1870/71 am Rathausplatz.

An der scharfen Biegung der Straße nach Hochstedt überqueren wir diese und fahren auf dem Bitumenweg auf der gegenüberliegenden Seite in das Gewerbegebiet (GVZ). Im GVZ beeindruckt die Größe der Verteilzentren. Wir folgen der Straße bis zum großen Kreisverkehr von dem aus wir nach rechts in die Straße am Froschacker einbiegen. Am Ende der Musterhaussiedlung ist der Radweg nach Linderbach, dem wir bis zur Ampelkreuzung nach Büßleben folgen. Über die Kreuzung geht es auf den Radweg nach Büßleben.

Büßleben wurde 876 erstmalig erwähnt, 1403 von Erfurt gekauft und erfuhr wie die Nachbarorte im Laufe der Zeit einen vielfältigen Herrscherwechsel. 1994 wurde es nach Erfurt eingemeindet. In der 1774 erbauten Kirche St. Petri ist die älteste original erhaltene Orgel von 1702 in Erfurt zu sehen.

Am Ende des Weges durch Büßleben erwartet uns eine kleine Steigung bis zum Ortsausgang, wonach aber ein toller Blick auf Erfurt und den Steigerwald versöhnt. Wir folgen dem Radweg nach Urbich, fahren durch Urbich auf der Büßlebener Straße an der Schule vorbei bis zur Rudolstädter Straße. An der linken Seite bietet das Gasthaus Freudenberg die Möglichkeit einer Rast.

Urbich wurde 1232 erstmalig erwähnt und 1343 an Erfurt verkauft. Der Ort litt viele Jahrhunderte unter den verschiedensten Kriegswirren und war öfter vom Aussterben bedroht. Er zählte zu den Küchendörfern, die zusammen mit anderen Küchendörfern für die Versorgung der Kurfürstlichen Verwaltung mit Naturalien verantwortlich. Seit 1994 ist der Ort ein Ortsteil von Erfurt.

Wir fahren auf der Rudolstädter Straße nach links in Richtung Niedernissa. Kurz vor dem Ortsausgang biegen wir rechts auf einen Feldweg ein, der entlang des Linderbaches führt. Wir lassen Niedernissa links liegen und kommen am Ende zur Rad-Fußwegunterführung Richtung Windischholzhausen.

Der 1286 erstmalig in der Kaufurkunde nach Erfurt erwähnte Ort pflegte bis ins 18. Jahrhundert Weinanbau. Die erste Besiedlung liegt den Funden nach aber schon über 3000 Jahre zurück. Sehenswert ist die Kirche St. Michaelis aus dem 12. Jahrhundert. Seit 1994 ist Windischolzhausen auch Holzhusen genannt Ortsteil von Erfurt.

Der Haarbergstraße in Windischholzhausen folgen wir bis zur Dr. Müller Destero Straße, in die wir links einbiegen und dann weiter auf der Tatengasse bis zum Radweg Richtung Märchensiedlung fahren. Diese lassen wir rechts liegen und fahren erst auf dem Radweg, dann ein Stück Straße bergauf bis zur ehemaligen Suhle Quelle. Dort folgen wir dem breiten Waldweg Richtung Willrodaer Forsthaus. Nun kommt ein etwa 1,5 km langer Anstieg auf einem breiten Forstweg in einem herrlichen Buchenwald, auf dem auch mal geschoben werden darf. Oben treffen wir auf die L2155 die wir rechts nach Egstedt fahren. Nach etwa 400 Meter finden wir rechts das Willrodaer Forsthaus.

Dies ist ein Kleinod das 1204 erstmalig erwähnt, eine wechselvolle Geschichte erlebte und in den letzten Jahren liebevoll restauriert wurde. Es beherbergt heute den Thüringer Forst. Mit etwas Glück kann dort eine kleine Rast eingelegt und der restaurierte Saal besichtigt werden.

Auf dem Weg nach Egstedt haben wir einen phantastischen Blick auf den Thüringer Wald und die 'Drei Gleichen'. In Egstedt nehmen wir den Radweg rechts Richtung Erfurt.

Funde von Beilen aus der Steinzeit und Hämmern aus der Bronzezeit belegen die lange Siedlungsgeschichte des Südhangs des Steigers. Die neuere Geschichte von Egstedt war immer eng mit Erfurt verbunden. Damit verbunden war auch der Wechsel zu Preußen und zum französischen Fürstentum Erfurt. Seit 1994 ist Egstedt ein Ortsteil von Erfurt. Eine Besichtigung wert ist die evangelische Kirche St. Michael von 1711.

Vorbei an der Gaststätte Hubertus geht es zügig bergab Richtung Thüringenhalle. Dort nehmen wir den Radweg Richtung Innenstadt. Über Arnstädter Straße, Löberstraße, Eichenstraße, Lange Brücke, Paulstraße, Predigerstraße gelangen wir zu unserem Ausgangspunkt Fischmarkt zurück.

 

Kontakt

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