Profiballsporthalle

Stadtrat


Thomas Trier

SPD-Stadtrat Thomas Trier sieht Forderung an der Wirklichkeit vorbei – Sanierungen und Neubauten im Breitensport müssen Vorrang haben - In den vergangenen Tagen ist eine öffentliche und jenseits der Entscheidungsgremien geführte Debatte darüber entbrannt, ob sich die Landeshauptstadt für den Bau einer bundesligatauglichen Ballsporthalle engagieren soll.

Der SPD-Stadtrat und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Thomas Trier erklärt hierzu:

"Die Forderung nach einer Profiballsporthalle halte ich zum jetzigen Zeitpunkt für fehl am Platz. Sie geht völlig an der Wirklichkeit vorbei."

"Ich finde es bemerkenswert, dass diejenigen, die die Multifunktionsarena verteufelt haben, jetzt an jeglichem Bedarf vorbei eine solche Hallen bauen wollen.", so Thomas Trier weiter.

Die SPD-Stadtratsfraktion hat schon im vergangenen Jahr darauf gedrungen den tatsächlichen Bedarf in den Erfurter Sportstätten neu ermitteln zu lassen. Das beauftragte Sportentwicklungskonzept ist mit 200.000 Euro im Haushalt untersetzt und soll nicht nur den Bedarf feststellen, sondern auch eine detaillierte Investitionsplanung darstellen.

"Ich halte es für nicht unmöglich, dass eine neue Ballsporthalle als Vision der Zukunft nach 2024 denkbar ist und hierfür Fördermittel vom Land oder Bund akquiriert werden. Bis dahin darf eine weitere Investition in den Profisport nicht zulasten des Breitensport gehen.", so Thomas Trier, der anfügt:

"Die geschätzten 20 Mio. Euro Investitionskosten, für die es keine Förderung gibt, würden wahrscheinlich reichen um auch den letzten Schimmelpilz auf unseren Sportanlagen zu beseitigen, Funktiongebäude z.B. in Windischholzhausen neu zu bauen oder die Kabinen- und Sanitärproblematik beim MTV zu klären."

Die SPD-Fraktion verweist zudem darauf, dass die dringend benötigte Dreifeldschulsporthalle bereits mit circa 4,7 Mio. Euro im Haushaltsentwurf untersetzt ist. Diese wird, im Gegensatz zur Profihalle, vom Freistaat mit 3 Mio. Euro gefördert und deckt den dringenden Bedarf mehrerer Schulen ab. Zudem verfügt die Landeshauptstadt, nach Auffassung des SPD-Stadtrates Thomas Trier, mit der Riethsporthalle und einer Kapazität von rund 1.200 Plätzen über eine ausreichende Einrichtung.

"Schulsport und Schwimmunterricht sind Pflichtaufgaben. Darauf muss unser Fokus liegen. Dazu brauchen wir gute Sportanlagen und eine dritte Schwimmhalle, aber keine zusätzliche Profisporthalle.", so Thomas Trier, der abschließend ergänzt:

"Investitionen in die Breitensportinfrastruktur und den Schulsport sind vor allem Investitionen in die Kinder- und Jugendarbeit. Es ist in den Vereinen, zwischen Enge und Schimmel, nicht mehr vermittelbar, dass sie sich für eine Profianlage, egal für welchen Sport, hintenanstellen sollen."

Thomas Trier, SPD-Fraktion, stellv. Fraktionsvorsitzender

 
 
 

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