SPD-Stadtratsfraktion Erfurt

Offener Brief des Erfurter Jugendhilfeausschusses: Bei der Jugend spart man nicht!

Allgemein

Der Erfurter Jugendhilfeausschuss hat am 03. Mai dem Minister für Bildung, Jugend und Sport, Helmut Holter, einen offenen Brief zukommen lassen. Anlass des Briefes waren die verkündeten Pläne des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport (TMBJS), aufgrund der globalen Minderausgabe im aktuellen Haushaltsentwurf die örtliche Jugendförderung von 17 Millionen auf 15 Millionen Euro zu kürzen. Laut Planansatz bedeutet dies allein in Erfurt eine Minderförderung in Höhe von über 175.000 Euro in Differenz zum Jahr 2021. In ihrem Brief fordern die Mitglieder des Ausschusses mit einer Stimme fraktions- und trägerübergreifend eine Rücknahme der Kürzungsbestrebungen in der Jugendförderung.

"An diesem Punkt sagen wir ganz klar: Nein zur Kürzung der örtlichen Jugendförderung. Bei der Jugend spart man nicht!", teilt der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, Daniel Mroß, mit. Er fügt weiter an:

"Mit diesem Geld werden unter anderem Angebote der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, Jugend-verbandsarbeit und Jugendsozialarbeit auf lokaler Ebene finanziert. Nach zwei Jahren Pandemie sind diese Angebote, insbesondere für benachteiligte Kinder und Jugendliche, notwendiger denn je."

Die Strukturen und Einrichtungen sind nicht nur Freizeit- und Bildungsangebote, sie stärken junge Menschen in der Bewältigung von Herausforderungen und sind Orte von Partizipation und Demokratie. Die Erfahrungen, die junge Menschen dort sammeln, sind unerlässlich für ihren weiteren Lebensweg. Investitionen in die Jugend sind immer Investitionen in die Zukunft unseres Freistaates.

"Nach zwei Jahren Pandemie sollte die Antwort nicht weniger, sondern eher mehr Geld für die Kinder- und Jugendarbeit sein. Wir wissen, dass insbesondere benachteiligte Kinder und Jugendliche von den Auswirkungen der Pandemie betroffen sind. Eine Kürzung bedeutet die Verstärkung der Benach-teiligung", fügt Daniel Mroß weiter an. Er teilt abschließend mit:

"Kinder und Jugendlich dürfen keine Geisel der globalen Minderausgabe sein. Deshalb fordern wir als Jugendhilfeausschuss in einem offenen Brief Minister Holter auf, Prioritäten richtig zu setzen und Kürzungen in der Kinder- und Jugendarbeit auszuschließen."

Der Brief wurde von allen stimmberechtigten Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses bzw. alternativ Stellvertreter gezeichnet. Er wurde nachrichtlich auch dem Thüringer Ministerpräsidenten, der Fi-nanzministerin und allen Fraktionen sowie Gruppen im Thüringer Landtag zugestellt.


Daniel Mroß
Vorsitzender Jugendhilfeausschuss
 

 
 
 

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