SPD-Stadtratsfraktion Erfurt

Sportentwicklungskonzept

Stadtrat


Thomas Trier

SPD-Stadtratsfraktion sieht Notwendigkeit für Fortschreibung und Weiterentwicklung der städtischen Sportstättenleitplanung - Die SPD-Stadtratsfraktion hat bereits im Dezember einen Antrag in den Erfurter Stadtrat eingebracht, mit dem die Stadtverwaltung in der kommenden beauftragt werden soll, den im Jahr 2010 beschlossenen Sportstättenleitplan nicht nur fortzuschreiben, sondern zu einem kommunalen Sportentwicklungskonzept weiterzuentwickeln.

Der SPD-Stadtrat und Mitglied im Werkausschuss Erfurter Sportbetrieb Thomas Trier erklärt hierzu:

„Der aktuell gültige Sportstättenleitplan stammt aus dem Jahr 2010 und beruht auf statistischen Grundlagen, die für Erfurt eine deutliche Schrumpfung prognostizierten. Glücklicherweise ist das Gegenteil der Fall und darauf müssen wir adäquate Antworten entwickeln.“

Der Sportstättenleitplan bezieht sich auf Bevölkerungsprognosen aus dem Jahr 2007, welche von einer kontinuierlich sinkenden Einwohnerzahl bis auf circa 170.000 im Jahr 2030 ausgingen. Inzwischen werden für die Landeshauptstadt im gleichen Zeitraum circa 230.000 Einwohner ausgewiesen.

Die SPD-Stadtratsfraktion ist zudem davon überzeugt, dass eine moderne Stadtgesellschaft Sportentwicklung nicht mehr ausschließlich als Sportstättenplanung auffassen sollte, sondern vielmehr die komplexe Struktur aus vorhandenen Sportstätten, unterschiedlichen Organisationsformen sowie Sportangeboten abbilden können muss. Hierzu bedarf es einer modernen integrierten Sportentwicklungsplanung, die neben der Sportinfrastruktur, auch die Entwicklung der Vereine, des Schulsportes, der sportlichen Früherziehung, des nicht vereinsgebundenen Individualsports sowie Sportangebote kommerzielle Anbieter in einem Gesamtkonzept vereint.

„Integrierte Entwicklungsansätze werden in den kommenden Jahren immer weiter an Bedeutung gewinnen. Stadt- und Verkehrsentwicklung, soziale Infrastruktur und eben auch Sport- und Freizeitentwicklung sind eng mit einander verwoben und können nicht isoliert betrachtet werden“, so SPD-Stadtrat Thomas Trier, der weiter anfügt:

„Die Stadt und der Stadtrat müssen aufzeigen können, wohin und mit welchen Schwerpunkten wir die Sportinfrastruktur und das Angebot, über den Spitzensport hinaus, entwickeln wollen.“

Die SPD-Stadtratsfraktion erhofft sich im Erarbeitungsprozess eine breite Beteiligung unter Einbeziehung der städtischen Fachplanungen (z.B. Jugendamt, Amt für Bildung), des Stadtsportbundes als Dachorganisation des Erfurter Sports, der Vereine und nicht zuletzt der Bürgerinnen und Bürger der Landeshauptstadt, um den tatsächlichen Bedarf an Sportanlagen oder den Sport unterstützenden Einrichtungen, wie beispielsweise Fitness-Anlagen oder Wegmarkierungen für Joggingstrecken, zu ermitteln.

Ziel ist es, auf Grundlage der Befragungsergebnisse und der Bürgerbeteiligung ist eine mittel- und langfristige Sportstättenbedarfs- und Investitionsplanung als Teil des Sportentwicklungskonzeptes zu entwickeln. Um in den kommenden Monaten auch fundiert über konkrete Bedarfe und dringende Maßnahmen beraten zu können, ist die SPD-Fraktion zuletzt bereits mit Vertretern unterschiedlicher Vereine in Kontakt getreten.

„Wir wissen, wo den Meisten der Schuh am dringendsten drückt. Hier müssen wir an unterschiedlichen Stellen ansetzen und den Prozess nun aktiv anstoßen“, so Thomas Trier, der abschließend anfügt:

„Analog zu anderen Investitionsprogrammen, wie z.B. dem Standort- und Technikkonzept der Feuerwehren, müssen wir Prioritäten und Zeithorizonte für die nötigen Projekte definieren und den Sportlerinnen und Sportlern damit einen Fahrplan aufzeigen.“

Thomas Trier, SPD-Fraktion, Mitglied im Werkausschuss Erfurter Sportbetrieb

 
 
 

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